24.o7.2o15

IKEA Hack: Vorhänge bleichen

Ich hoffe, ihr könnt noch weitere Vorhänge ertragen. Nach selbstgenähten romantischen Vorhängen und den Schiebepaneelen kommt nun ein unfreiwilliges Upcycling. Nachdem ich bei Julia vom Kreativlabor Berlin die DIY Vorhänge gesehen habe, wollte ich unbedingt selbstgenähte Vorhänge haben. Nach den angegebenen Maßen hätte ich allerdings ca. 8 m Stoff benötigt. Alle, die mir gefallen haben, kosteten zwischen 14-18 €/m. So teure Vorhänge wollte ich nun wirklich nicht haben. Eine zusätzliche Limitierung war die Stoffbreite. Einfarbige und halb durchsichtige Vorhänge sollten es ebenfalls nicht sein. Ende vom Lied: Ich fand einfach keinen passenden Stoff. 

Also musste ich mir meinen eigenen Stoff "herstellen". Die Basis hierfür bilden fertige Vorhänge vom schwedischen Möbelhaus. Als wir Besuch hatten, haben die die frisch ausgepackten Vorhänge einfach mal auf gehangen. Sah ok aus. Aber auch nicht mehr. Eigentlich wollte ich einen Schlaufenvorhang (siehe Kreativlabor Berlin) nähen. Doch die Ösen gefielen mir dann doch sehr gut.

Ich finde das Arbeiten mit Bleiche total spannend. Und als die Universe-Textil-Bearbeitungen vor ein paar Wochen die Runde machten, wollte ich etwas in dieser Art haben. Mein Prinz segnete meine Ideen ab. 

Ich kann euch Eau de Javel empfehlen. Milde Bleichmittel hingegen kann ich so gar nicht empfehlen. Sie mögen vielleicht für Flecken reichen aber wenn ihr wirklich Bleichen wollt, braucht ihr schon ein aggressiveres Mittel. An einer kleinen Stelle habe ich getestet, wie der Stoff bleicht. Ich wollte keine bösen Überraschungen haben. Gefärbte Stoffe bleichen unterschiedlich. Schwarz z.B. wird rötlich und nicht weiß. 

Den Stoff habe ich auf einer Unterlage, welche eine Folie auf der Gegenseite hat, gelegt. Bei großen Flächen rate ich immer dazu draußen zu arbeiten. Die Dämpfe können recht aggressiv für die Lunge sein. Handschuhe sind ebenfalls angebracht. Also keine Arbeiten für Kinder. Ich habe die Bleiche leicht verdünnt. Das verlängert die Einwirkzeit und sorgt für ein entspannteres Arbeiten. Wirkt die Bleiche zu lange ein, kann sie den Stoff porös werden lassen. Deswegen ließ ich es nicht durchtrocknen. Durch meinen Test wusste ich, dass es am Ende ein blasses Grün werden würde. 

Der Stoff muss unbedingt gewaschen werden. Das Kurzprogramm zum Spülen bei 30 °C reicht völlig aus. 

Den getrocknete Stoff habe ich zur passenden Länge gekürzt mit einer Nachzugabe von 4 cm für den Saum. Da ich kein passendes Garn hatte, wählte ich die Farbe im Ton der Tupfen und nähte anschließend über die fertigen Nähte drüber, damit es einheitlicher aussieht. 

So sah das Kreativatelier ohne Vorhänge aus. 

Und nun mit dem Fensterschmuck. Ich nahm variable Badezimmerstangen als Halterung. Ohne Bohren eine elegante Lösung. Als Vorhang-Tipp heißt es eigentlich immer: Von der Decke bis zum Boden. Bis zum Boden fiel aus, weil dort die Heizungen sind und ich im Winter auf warme Räume und nicht auf Stauhitze stehe. Von der Decke bis zu dieser Kante hätte doof ausgesehen. Und so wählte ich die Größe passend zum Fenster. 

Mit der Bleiche arbeitete ich einen Verlauf ein. Oben viel und unten wenig Bleiche. 

Die Vorhänge sollen ja nicht immer zugezogen sein. Ich nähte aus den Stoffabschnitten 2 Bänder. Hierfür schnitt ich 6 cm vom Stoff ab, vernähte in rechts auf rechts, wendete und steppte die Ränder ab. Die Haken habe ich im Baumarkt gekauft. Ich glaube, die heißen Bilderrahmenhaken oder so ähnlich. 

Nun sind alle Räume mit Vorhängen ausgestattet. Die Wohnung fühlt sich so an, als sei sie endlich fertig eingerichtet. Diese Vorhänge haben mir den größten Spaß bereitet. Nicht nur, weil sie so schnell fertig waren. *haha* Viel mehr, weil sie der Grund waren, weswegen ich überhaupt Vorhänge haben wollte. Ich hoffe, bei meinen 3 Varianten ist etwas für euch dabei und ich konnte euch eine Inspiration sein. 

 

Eure Filzprinzessin

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