22.11.2o16

Meine Nähecke

Hallo ihr Lieben,

 

nach langer Zeit habe ich mal wieder einen Gastbeitrag auf meiner Seite! Denn heute wird es nicht um meine Nähecke gehen, sondern um die meiner lieben Freundin Iliane. Wer in sozialen Netzwerken unterwegs ist, kennt die Frage: "Wie sieht eure Nähecke aus?", "Wie ordnet ihr eure Schnittmuster?",... Da ist es einfach sehr schön mal ein paar Beispielbilder für ein richtig gut organisiertes Nähparadies zu haben. Wenn jemand einen schönen Nähbereich hat, dann ist das Iliane. Lasst euch mal insprieren. 

 

Eure Filzprinzessin

 

Hallo ihr Kreativen,

 

ich möchte mit euch gern etwas teilen, auf das ich sehr stolz bin: meine Nähecke.

Hier nähe ich die vielen kleinen und großen Dinge für meinen DaWanda Shop*, für Freunde, Familie und natürlich auch für mich persönlich.

So, wie die schönen Dinge, die an diesem Ort entstehen, sind auch viele Elemente hier mit eigenen Händen gebaut und gebastelt worden. Welche genau das sind und wie ich darauf gekommen bin, möchte ich euch in diesem Beitrag erklären.

Drei Dinge waren mir bei meinem Näheckchen besonders wichtig: Schönheit, Funktionalität und Organisation.

Und für alle, denen diese Frage nun unter den Nägeln brennt: Nein, so ordentlich sieht es hier normalerweise natürlich nicht aus! ;)

Das essentielle Stück der Nähecke sind die speziell für meine Bedürfnisse gebauten Tische. Hier haben wir über Eck einen großen Tisch (H 102/ B 250/ T 75) gebaut, der sich sehr gut zum Zuschneiden und Bügeln im Stehen eignet, daneben der kleinere Tisch (H 77/ B 125/ T 75), an dem ich auf meinem Pezziball eine wunderbare und rückengerechte Nähhöhe erreiche. Wir hatten die Tischplatten noch zu Hause und haben einfach unter die Tische einen Rahmen gebaut und Tischbeine angebracht. Meine Kommode, die ich ebenfalls schon besaß und in der ich meine Wolle aufbewahre, passte zufälligerweise perfekt darunter.

Links außen seht ihr ein Regal vom Möbelschweden, mit Aufsatz. Hier passen die großen und kleinen Plastikkisten, in denen ich meinen Stoff verstaue, wunderbar rein. Hierfür habe ich mir folgendes System ausgeklügelt: Ich rolle meine Stoff auf! So kann ich auch kleine Stoffreste mit einfassen und wenn ich Stoffkombinationen ausprobiere, muss ich nicht immer alles auseinander und wieder zusammen falten. Außerdem lassen sich die Rollen gut stapeln und sind übersichtlich geordnet. Die Rollen halte ich mit einfachen Haushaltsgummis zusammen.

Auch die Ordnung in den Kisten selbst folgt natürlich einer Logik: Drei Kisten für Stretchstoffe (mit denen ich am häufigsten arbeite) – eine für gemusterte, eine für unifarbene jeweils bereits angeschnittene Stoffe und eine für Stoffe, die zwar schon für ein bestimmtes Projekt vorgesehen, aber noch nicht zugeschnitten sind. In der vierten Kiste bewahre ich die gewebten und sonstigen Stoffe auf. In den kleineren Kisten ganz oben sind verschiedene Vliese und Watte, sowie Kleidungsstücke, die irgendwann nochmal geändert werden müssen...

Eine weitere clevere Idee kam mir, als ich eine Aufbewahrungsmöglichkeit für meine Borten und Bänder suchte: Ich habe sie auf eine Teleskop-Gardinenstange gesteckt, die ich wiederum hervorragend in das Regal klemmen konnte.

Ganz unten im Regal, hinter der Tür des Aufsatzes, befinden sich meine Schnittmuster. Diese habe ich nach Kategorien geordnet und in A3 Archivboxen verstaut.

Über meinem Zuschneide- und Bügeltisch befindet sich das, ebenfalls selbstgebaute, Regal. Hier bewahre ich in durchsichtigen Plastikkisten mein Overlockgarn, meine Satinbänder, sowie Perlen und allen möglichen weiteren Nähkrams auf. Auch meine Nähbücher und Strickjournale finden hier ihren Platz. Das Schöne am Selberbauen ist, dass man alle Regalfächer in genau der Größe bauen kann, die man für seine Kisten und Kästchen benötigt.

Kleiner Tipp für diejenigen, die Ordnung und Schönheit ebenso lieben wie ich: Spitze, Schrägband, Gummibänder, Knöpfe, Reißverschlüsse und und und lassen sich prima in diesen schönen Weckgläsern aufbewahren.

Unter meinem Nähregal befindet sich ein weiteres Stück, dem mein ganzer Stolz gehört: Mein Garnrollenhalter. Dank meines Schwiegervaters, der seine Änderungsschneiderei auflöste, kam ich in den Besitz unglaublich vieler Nähgarnrollen. Und da ich, wie ihr sicher schon das ein oder andere Mal herausgehört habt, jemand bin, der Schönheit und Praktikabilität zu vereinbaren sucht, kam mir die Idee mit dem Garnrollenhalter. Hierzu haben wir eine Lochplatte mit vielen, vielen Holzdübeln versehen und leicht schräg an die Wang angebracht, sodass die Rollen nicht runterfallen. Natürlich ist das Garn farblich sortiert!

Die Lochplatte haben wir bewusst über die gesamte Regalbreite zugeschnitten, obwohl es mehr ist, als ich für das Garn gebraucht hätte. So kann ich auf der rechten Seite noch meine Scheren, Cutter und Lineale unterbringen. In der Ecke des Tisches steht meine Stickmaschine, sowie zwei Utensilos für Kleber, Nähmaschinennadeln und Kleinkram. Ich habe sie nach einen Freebie von #Pattydoo genäht. 

Der Stoff von den Utensilos oben ist übrig geblieben von diesem guten Stück, welches ich selbst entworfen habe, sodass es meinen Wünschen und Ansprüchen entspricht. Ihr kennt das sicher: Man hat so viele kleine Nähhelferlein, auf die man immer wieder schnell zugreifen muss. All diese habe ich hier in meinem Organizer untergebracht. Diesen habe ich aus zwei schräg zulaufenden Bahnen Stoff mit Eingrifftaschen genäht, diese habe ich auf den Untergrundstoff genäht, natürlich ohne Musterunterbrechung. Beides zusammen habe ich auf ein Holzbrett getackert und an die Öffnung zwischen den beiden Tischen geschraubt. So habe ich die Kreide, die Spulen, die Pinzette, die Klammern usw. immer parat.

Hier seht ihr den niedrigeren Nähtisch mit meiner Nähmaschine und meiner Overlock, links der selbstentworfene Organizer. Auf dem Fensterbrett steht Pearl The Knitter, mein kleines Strickbärchen, welches ich nach einer Anleitung von Alan Dart gestrickt habe. Und wer genau hinschaut, kann aus dem Fenster heraus sogar das Wasser sehen. ;)

 

Zu guter Letzt möchte ich euch noch jemanden vorstellen: Mich! ;)

Auf dem ersten Bild seht ihr meine selbstgebaute Schneiderpuppe, die mein Freund und ich nach meinen Maßen und quasi an und mit mir hergestellt haben. Rechts seht ihr ein Bild aus dem Entstehungsprozess der Schneiderpuppe. Dazu haben wir uns an diese Anleitung gehalten. Wir haben einen Sockel aus ebenholzlasiertem Holz gewählt und die Höhe durch Löcher im Stab und einem kleinen Stift verstellbar gemacht. Den Knopf des Stiftes habe ich in der gleichen Farbe angemalt, in der auch mein Regal und das Tischgerüst lackiert sind. Sie ist mir beim Entwerfen und Erstellen meiner eigenen Kleidung eine sehr große Hilfe und führt nebenbei dazu, dass man sehr erpicht darauf ist, sein Gewicht zu halten... Sonst müsste man ja bald wieder eine Neue bauen.

Ich hoffe, ich konnte euch durch diesen kleinen Einblick in mein Nähreich ein bisschen inspirieren und Lust auf Ordnung mit Schönheit machen.

Ich würde mich freuen, wenn ihr in meinem DaWanda Shop* vorbeischaut oder mir auf meiner Facebook Seite einen Like hinterlasst.

 

Viel Spaß beim Nähen und Organisieren,

 

Eure Iliane

 

Linkparties: Creadienstag, Meertje

 

 

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Kommentare

  • Bärbel (Dienstag, 22. November 2016 10:52)

    Hallo Iliane, na jetzt musste ich aber lachen! Sieht ja fast so aus wie bei mir! Vor allem der Teppich. Die Idee mit den Archivboxen für die Schnitte habe ich gleich aufgegriffen. Das gefällt mir besser als meine bisherige Methode. Danke, dass du uns an Deinen Ideen teilhaben lässt. Bärbel

  • liebe design (Dienstag, 22. November 2016 11:40)

    Das sieht ja herrlich aufgeräumt aus!
    Die Idee mit der Schneiderpuppe ist ja auch sehr genial, da darf man dann wirklich nicht zunehmen... ;-)
    Fröhlichen Gruß,
    Sara

  • Angelika (Montag, 28. November 2016 06:20)

    Obermegahammer, supertoll

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