o2.o3.2o15

Erinnerungen neuen Glanz verleihen

Oder: Manchmal geht ganz schön viel schief

Wir haben schon immer ganz viele Bilder von Freunden und Familie in unserer Wohnung gehabt. Irgendwie sahen die Rahmen in der alten Wohnung aber hübscher aus... Es war so lichtdurchflutet, dass die relativ dunklen und hölzernen Rahmen klasse aussahen. Hier in der neuen Wohnung wirkten sie zu dröge und auch altbacken. 

Folgend werdet ihr gaaaanz viele Bilder von Bilderrahmen sehen. :) 

Leider habe ich völlig verpasst eine Vorher-Aufnahme von unserer Mediawand zu machen. So habe ich nur ein Bild, welches ich kurz nach unserem Einzug gemacht habe für euch. Es sind nur ein paar, weil die ganzen anderen Rahmen noch weniger zur neuen Einrichtung passen wollten. Auch wenn ich es jetzt sehr unscharf gemacht habe, seht ihr sicherlich, dass da noch ganz viel Luft nach oben war... Und das nicht nur, weil wir noch mitten dabei waren uns einzurichten. 

Wie immer ist der 1. Schritt bei solchen Projekten: Schleifen, bis es keinen Morgen mehr gibt. Ich verwende für solche Zwecke sehr gern Schleifschwämme. Sie liegen gut in der Hand und ergeben meiner Meinung nach ein schöneres Schleifbild als Sandpapier. Wenn sich die Schwämme abgenutzt haben, kann man sie jedoch mit dem etwas preiswerteren Papier umwickeln. Das gute Schleifbild bleibt dann erhalten.

Der gröbere Rest vom Schleifen kann super mit der Kaltluftstufe vom Fön weggeblasen werden. Der sehr feine Staub kann mit einem Tuch entfernt werden. Ich war etwas faul bzw. hatte die Hoffnung die Bänder der alten Rahmen weiterhin nutzen zu können. 

Und hier begannen Pleiten, Pech und Pannen. Ich wollte mit einem Pinsel weißen Lack auftragen und den Rahmen einen charmanten Rustikal-Look verleihen. Hätte auch geklappt, wenn die Farbe irgendwann getrocknet wäre. Selbst nach 3 Tagen klebten die Rahmen noch. Ach ja... Und die alten Bänder musste ich entfernen. Man sah viel zu sehr, dass ich rund herum gestrichen habe. Danach hieß es das abschleifen, was zuvor von den Bändern verdeckt wurde. 

Nachdem die Farbe unter keinen Umständen durch getrocknen wollte und ich mindestens noch 1 weitere Schicht hätte auftragen müssen, gestand ich mit diese Niederlage ein und fuhr zum Baumarkt. Ein Griff zu einer Dose mit Matt-Weiß und ui... Effektlack? Na den nehmen wir auch mal mit. 

Ich war anfangs sehr skeptisch, ob die Granit-Optik wirklich so einfach aufzusprühen sei, wie es die Beschreibung versprach. Und der Decker der Dose sah ja wirklich gut aus...

Zurück im heimischen Keller entfernte ich erst einmal die missratene Lackschicht mit Verdünnung. Funktionierte nur mäßig gut. Die Verdünnung ließ ich ausdünsten, bis die Rahmen sich nicht mehr ölig anfühlten und sprühte, was das Zeug hielt. Der Granit-Effekt gefällt mir sehr gut. Es ließ sich auch super leicht auftragen. Wie die weißen Rahmen geworden sind, sehr ihr bei den unteren Bildern. 

Bei der Neugestaltung ging es mir auch darum ganz unterschiedliche Rahmen und Stile miteinander zu kombinieren. So wurde eine alte Leinwand von mir mit Leim und Leinen bearbeitet und so zu einem Bilderrahmen. Ich habe ein Bild von mir von unserer Hochzeit darauf gelegt, damit ihr seht, wie das wirken kann. Das Bild machte ich später mit Foto-Ecken fest. Ich bin selbst erstaunt, wie gut die auf dem Untergrund halten. 

Bitte verzeiht, dass ich euch nicht zeige, wie es nun bei uns aussieht. Aber ich möchte jetzt nicht jedes einzelne Familienmitglied fragen, ob ich das Bild hier veröffentlichen dürfe. Außerdem sind Kinder mit dabei und ich halte nichts davon private Bilder von Kindern online zu stellen. Erst recht nicht, wenn es nicht die eigenen sind. Ich bin mir jedoch sehr sicher, dass ihr den Unterschied zum Vorher-Bild seht und euch vorstellen könnt, wie es insgesamt aussieht. 

Hier ein paar Tipps von mir, worauf ihr bei solchen fast schon überladenen Fotoarrangements achten solltet. 

ei 2 Rahmen habe ich die Rückwand heraus genommen. Der rechte Rahmen hätte sonst sehr mächtig gewirkt. Und hier ist etwas Mut erfordert einfach mal ein viel zu kleines Bild in solch einen großen Rahmen zu kleben. Ich befestigte die Fotos mit Fotoecken vorn auf dem Glas. Meiner Meinung nach gibt das etwas Leichtigkeit und erzeugt eine schöne Spannung, weil der Hintergrund gesehen werden kann, das Bild jedoch umrahmt ist. Die Leinwand habt ihr oben bereits gesehen. Sie ist sehr mächtig, weswegen ich nur 1 eingefügt habe. Weil es weiß ist, wirkt das Brett sehr unscheinbar trotz der Größe. Hier nahm ich einen übrigen Einlegeboden von unserem DVD-Regal. 

 

Tipp: Außergewöhnliche Rahmen und Hintergründe für Bilder wählen. 

Unser altes Wohnzimmer war meistens lichtdurchflutet und wunderschön hell. Da konnten die Rahmen ruhig etwas dunkler sein. Im neuen Wohnzimmer dominiert unser Kamin und durch die Masse an Bildern wollte ich ein sanftes Gefüge erzeugen. Somit sind die Rahmen sehr hell. Hier und da fügte ich Spielereien ein, damit es nicht eintönig wird. Zusätzlich spielte ich mit den Farben der Bilder (Sepia, wärmere, kältere, S/W,...).

 

Tipp: Auf ein harmonisches Farbkonzept mit kleinen Kontrasten achten. Sehr ausgefallene fast schon im barocke Rahmen sehr dezent gestalten und die Bilder in den Vordergrund rücken. 

Wenn eure Bilderauswahl es zulässt, kombiniert horizontale mit waagerechten Bildern. Und stellt sie auf verschiedenen Ebenen. Also nicht alles in einer Reihe sondern leicht überlagernd aber mit verschiedenen Abständen zueinander. Ihr wisst sicherlich, wie ich es meine. Das erzeugt wieder eine gewisse Spannung. 

 

Tipp: Große Rahmen mit kleinen Bildern zu bestücken wirkt sehr großzügig und engt das Motiv nicht so sehr ein. 

 

Ich hoffe, die Tipps helfen euch für eine schöne Bildkomposition. Es müssen ja auch nicht immer Familienbilder sein. Wenn ihr tolle Landschafts- und Straßenbilder habt, könnt ihr mit denen meist noch viel mehr spielen als mit Portrait-Bildern. 

 

Eure Filzprinzessin

Kommentare

Bitte geben Sie den Code ein
* Pflichtfelder
Es sind noch keine Einträge vorhanden.

E-Mail