25.o2.2o16

Schale aus Papierfaser

Hallo ihr Lieben,

 

habt ihr schon einmal Papierfasern verhäkelt? Als ich im Korb für die Neuheiten meines Kreativladens guckte, wart ich hin und weg vom Papiergarn. Ich kannte das bisher gar nicht. Klar, Geschenkband, und alles, was irgendwie wie Garn aussieht, kann mit der Häkelnadel verarbeitet werden. Aber Papier? Ich nahm es direkt mit. 

Was mich so sehr begeistert hat, war der Waschhinweis auf der Banderole. Zwar nur Handwäsche aber immerhin. Waschbares Papier? Erinnert mich auch ein wenig an SnapPap. Ich werde es in nächster Zeit einfach mal öfter Waschen und dann sehen, wie es sich so verhält. 

Die Faser ist sehr leicht und fühlt sich im 1. Moment wie Bast an. Für mich kamen nur Deko und/oder Accessoires in Frage. Und da ich mal wieder ein kleines Schälchen brauchte... 

Ich häkelte eine Luftmaschenkette, bis ich ca. 14 cm hatte und häkelte dann in Reihen ein Rechteck von 14 x 20 cm. Hierbei nicht die Wendeluftmasche vergessen! Euch die Anzahl meiner Maschen und Reihen zu nennen, würde wahrscheinlich nicht viel bringen. Ich habe mit einem 8er statt einem 6er Haken und sehr locker gearbeitet. 

Nachdem der Boden fertig war, folgten die Seiten. Ich stach so ein, dass ich einen angenehmen Maschenabstand hatte. Das muss man ein wenig nach Gefühl machen. Bei mir war es so, dass ich sowohl in den Steg zwischen 2 "Knötchen" und bei einem "Knötchen" einstach. 

Bei diesem Schritt arbeitete ich den Anfangsfaden von der Luftmaschenkette mit ein. So muss dieser nicht vernäht werden. 

Bei Schalen bevorzuge ich es bei der 1. Reihe nach dem Boden in die hintere Schlaufe einer Masche zu häkeln. So lässt sich später deutlich einfacher die Form herausarbeiten. Bei diesem garn wäre es nicht nötig gewesen bei Textilgarn finde ich es notwendig. 

Wenn alle Seiten fertig sind, muss der Faden nur noch vernäht werden. Das habe ich so gemacht, wie es bei anderen Häkelwerken auch üblich ist, 

Aus dem restlichen Garn arbeitete ich noch eine kleine Schleife. Hierfür wickelte ich es um 3 Finger, bis mir die Schleife ausreichend dick erschien, nahm die Schlaufen ab und  fixierte sie, indem ich das Garn ein paar Mal um die Mitte wickelte. Hierbei muss nichts geschnitten werden. Ihr könnt das mit einem Faden arbeiten. Zum Schluss machte ich noch einen kleinen Knoten und schnitt das überschüssige Garn ab. 

Als zusätzliche Verzierung folgte noch etwas Spitze. Zusammen mit der Schleife ist es richtig schön kitschig/romantisch. 

Dieser Mintton zaubert nun einen Hauch von Frühling in die Wohnung. Wer mag, kann dies auch ideal als Osterkörbchen oder für Osterdeko verwenden! 

Bereits beim Boden merkte ich, dass es sich wirklich gut verarbeiten lässt und sehr reißfest ist. Deutlich reißfester, als ich es z.B. von Geschenkpapier gewohnt bin, welches sich nicht waschen lässt. Die Schale sieht auf dem 1. Blick aus, als sei sie aus Wolle gefertigt. Nimmt man sie jedoch in die Hand, wird schnell klar, dass es keine Wolle sein kann. Es ist super leicht und hat eine spannende Haptik. Ihr merkt, ich bin echt begeistert von meiner kleinen Entdeckung. :D Ich könnte mir sogar vorstellen, daraus eine Tasche zu häkeln, die jedoch ein Futter benötigen würde. 

Könntet ihr euch vorstellen dieses Garn zu verarbeiten? Die Besitzerin vom Kreativladen wollte auch unbedingt noch etwas daraus arbeiten. 

 

Eure Filzprinzessin

 

 

Blogparty: RUMS, Häkel♥Liebe, Meertje

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Kommentare

  • paperuli (Samstag, 27. Februar 2016 07:05)

    Schönes Körbchen, so liebevoll verziert! Ich arbeite zur Zeit auch mit Papiergarnen (selbst gemacht: Zeitungsgarn und handgefärbtes Garn aus Teefilter-Papier!) und liebe es, damit zu häkeln und zu
    stricken. Es hat so einen besonderen Charme.

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