25.o2.2o14

Geknüpftes Einkaufsnetz

Kennt ihr noch die alten Einkaufsnetze? Zu einer Zeit, als es die Massenware Plastiktüten nicht in den Läden gab und die Leute tatsächlch ihre eigenen Beutel dabei hatten, war meist auch ein Netz für Obst und Gemüse dabei. Ich wollte solch ein Netz selbst knüpfen und habe dies mit Zpagetti gemacht. Ich fand nirgendwo eine verständliche Anleitung für solch ein Netz. Durch Zufall fand ich ein Video von einem Amerikaner, der ganz einfach erklärt, wie man solch ein Netz knüpft.

Der Typ ist schon schräg aber nachdem ich 1x das Video gesehen habe, war mir das Prinzip klar. 

Für mein Netz habe ich erstmal mit 3 Strängen einen Zopf geflochten und die beiden Enden mit der Nähmaschine (Zick-Zack-Stich) zusammengenäht, damit ich einen Ring erhielt. Der Durchmesser war so, das sich den Ring um einen unserer Stühle vom Esstisch spannen konnte. Anschließend habe ich lange Schnüre in grau und gelb abgeschnitten. Am Ring habe ich sie befestigt, indem ich die beiden Enden durch eine Schlaufe in der Mitte der Schnur zog.
Wie lang genau die bei mir waren, weiß ich nicht mehr. Aber ich kann auch sagen, dass durch das Knüpfen mind. 1/3 der Länge verloren geht. Kommt ganz darauf an, wie eng ihr die Knoten setzt. Bei mir war es sogar etwas mehr. Da ich damit nicht gerechnet habe, ist der Beutel auch kleiner geworden, als ich es wollte. Also lieber etwas längere als zu kurze Schnüre verwenden. 

Sind die Vorbereitungen abgeschlossen, kann das eigentliche Knüpfen beginnen. Immer die beiden nebeneinander liegenden Stränge werden verknotet. Ihr nehmt die beiden Fäden, macht eine Schlaufe und zieht die Enden hindurch. Ich weiß leider nicht, wie dieser Knoten heißt. Als Kinder nannten wir ihn immer Luftballonknoten. Das wird reihum gemacht. Wie ihr sehen könnt, habe ich mit grau-gelben Knoten angefangen. Die darauffolgenden sind dann einfarbig. Als ich am Ende der Stränge angelangt war, habe ich das Netz vom Stuhl gezogen und die gegenüberliegenden Stränge verknotet und somit die Öffnung verschlossen. Die Enden könnten vernäht werden. ich habe mir für kleine Fransen entschieden. 
Die Griffe habe ich wie einen Fischgrätenzopf geflochten. Das gibt ihnen besonders viel Stabilität und sie verziehen sich nicht sooo sehr, wenn der Beutel voller Obst ist. Insgesamt habe ich sie so lang gemacht, dass das Netz auf Hüfthöhe sitzt, wenn es voll ist. Die Träger brachte ich versetzt an, trage es jedoch quer über den Oberkörper und nicht auf dem Rücken. Das habe ich hauptsächlich so gemacht, weil dies ebenfalls mehr Stabilität gibt und die Träger nicht so einfach von den Schultern rutschen, wenn sie über Kreuz sind. Die Träger habe ich an den Ring geknotet und einem Rest der Baumwollstränge darüber geklebt. Hierfür nahm ich einen besonders starken Textilkleber. 

Ich glaube, ich war nach ca. 1,5 h mit der kompletten Tasche fertig. Wenn ich etwas Zeit habe, wollte ich noch eine weitere in einem ganz anderen Stil machen. 

Abwandlungen: Statt eines geflochtenen Ringes könnte man gut 1 Bambusring (Taschengriff) verwenden. Mit einem Innenfutter kann dies zu einer normalen Shoppingbag umgewandelt werden. Für die Träger ließen sich selbstgenähte oder gekaufte Riemen verwenden. Das gibt dem Beutel eine definierte Länge. 
Es kann beliebig mit Formen und Farben gespielt werden.

 

Eure Filzprinzessin

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